Etwas Bar, etwas Café, viel Herzblut: Das Café Frida

Wenn eine neue Location eröffnet, freute ich mich immer! Beim neuen Café Frida schwang zwar auch etwas Trauer mit (es hat das schöne La Victoria beerbt), aber die beiden neuen Betreiber haben etwas wirklich Schönes geschaffen. Ich war am Eröffnungswochenende für euch da und habe erste Eindrücke eingefangen!

Etwas Café, etwas Bar, etwas Punk: Willkommen im neuen Café Frida!
Etwas Café, etwas Bar, etwas Punk: Willkommen im neuen Café Frida!

Das Lokal an der Bornheimer Straße wurde komplett neu gestaltet, ist viel heller und freundlicher geworden. Der ca. 40qm große Vorderraum strahlt jetzt ganz in weiß, überall grüßt Frida Kahlo von den Wänden. Ja, genau, die Surrealistin dient als Namenspatronin und findet sich versteckt immer wieder im Lokal. Der Name rührt dabei nicht aus der Nähe zum Macke-Haus, sondern birgt eine schöne, persönliche Geschichte: Als Kete & Hell, das Betreiberpaar, sich irgendwann über Kinder unterhielten, nannten beide Frida als Wunschnamen. Jetzt haben sie also ihr Baby genau so benannt!

Mein Highlight: Die Sitzecke auf der kleinen Empore! Sonntags sollen hier regelmäßig Livekonzerte stattfinden.
Mein Highlight: Die Sitzecke auf der kleinen Empore! Sonntags sollen hier regelmäßig Livekonzerte stattfinden.

 

Ebenfalls sehr schön: Die Rose aus dem Frida-Logo findet sich immer wieder im Lokal, u.a. auf den Tischen
Ebenfalls sehr schön: Die Rose aus dem Frida-Logo findet sich immer wieder im Lokal, u.a. auf den Tischen

Das Frida ist dabei ein wenig von allem: Ihr könnt zum Frühstück kommen, hier in der Mittagspause essen oder einen Kaffee trinken. Aber das Frida ist auch eine Bar, bis 24.00 sind die Türen offen. Eine Kombination aus hellen Elementen und punkigem Dekor sorgt dabei dafür, dass die Mischung aus klassischem Café und cooler Bar stimmig wirkt. Highlights der Innengestaltung sind für mich die Sofaecke auf der Empore, die offene Ziegelwand (die es ja früher schon gab), die zu Sitzflächen umgestalteten Fensterbänke und überhaupt die individuelle Einrichtung.

Frida grüßt, während ihr neben den Tischen auch an Sideboards oder auf der Fensterbank sitzen könnt.
Frida grüßt, während ihr nicht nur an den Tischen, sondern auch an Sideboards oder auf der Fensterbank sitzen könnt

 

Im hinteren Raum ist die Deko noch nicht ganz fertig, aber auch dieser Teil des Lokals verspricht schon viel Individualität
Im hinteren Raum ist die Deko noch nicht ganz fertig, aber auch dieser Teil des Lokals verspricht schon viel Individualität

Neben Café- und Barbetrieb plant das Frida auch diverse Events. Zwölfmal im Jahr soll es Livemusik geben oder ein DJ auflegen, in der Regel sonntags. Aber auch die Marktschwärmer, die ihr sicher noch aus dem La Victoria kennt, treffen sich weiterhin montags hier.

Das Angebot der Küche liest sich auf der Karte verlockend, die Mischung zwischen vegetarisch, bio und „normal“ scheint mir zu stimmen. Eine kleine Besonderheit, die man viel zu selten in der Gastro sieht: Butterbrote! Und zwar ganz klassisch als Abendbrot – eine super Sache! Aber mich interessieren natürlich die Getränke – ich will euch ja Trink-Tipps geben!

Wenn ihr mögt, könnt ihr auch direkt an der Theke Platz nehmen
Wenn ihr mögt, könnt ihr auch direkt an der Theke Platz nehmen

 

Ein Blick in die Vitrine
Ein Blick in die Vitrine

Und hier, bei den Getränken, muss ich meinen einzigen Kritikpunkt anbringen, da für meinen Geschmack der Getränkekarte das Besondere (noch) fehlt: Es gibt ein wenig Fritz-Cola, ein paar Säfte, beim Bier Krombacher und Peters. Auch die höherprozentigen Spirituosen bleiben überschaubar. Lediglich Proviant und Mischmasch möchte ich loben. Mein Gesamteindruck war jedoch, dass man – egal ob Bier-, Gin- oder Safttrinker – zwar das gewohnte Sortiment bekommt, aber leider (noch) nicht die kleinen Nischenprodukte, die für mich jede Karte aufwerten.

Aber vermutlich mäkele ich zu früh – immerhin war ich ja direkt zur Eröffnung da und die Karte soll sich noch verändern. (Nachtrag:) Wenige Wochen nach dem Start bereits mehrere Sorten leckeres Craft Beer von Ale Mania – es ist also vieles im Fluss!

Fragt nach der Weinkarte!
Fragt nach der Weinkarte!

Und ein Bereich ist wirklich schön zusammengestellt, nämlich der Wein. Ich war anfangs verwirrt, denn es findet sich kein Wein auf der (übrigens wunderschön gestalteten) Karte. Stattdessen gibt es eine eigene Weinkarte. Fragt also ruhig! Hier ist auch etwas für Veganer dabei (keine nicht-veganen Filtrationen) und fast alle Weine sind Bio-Produkte.

Stichwort Bio, Stichwort vegetarisch: Das Frida bietet in beiden Bereichen eine schöne Auswahl an Gerichten und Getränken. Aber ihr müsst deshalb als Gast ohne „Sonderwünsche“ keine Scheu zeigen, das Frida ist beides: Normale Café-Bar, aber auch im bio-vegetarisch-Bereich gut aufgestellt!

Sideboards und punkige Deko - mir gefällt die Kombi!
Sideboards und punkige Deko – mir gefällt die Kombi!

Das neue Frida ist also wirklich schön geworden, man merkt Kete & Hel den Enthusiasmus und das Herzblut an, mit dem sie ihr „Baby“ begleiten. Ich glaube, das Frida wird auch den alten Freunden des La Victoria gefallen und für Bonn eine echte Bereicherung werden. Der Weg zur Bornheimer Straße ist übrigens auch aus dem Zentrum oder der Altstadt gar nicht weit – also probiert es aus!

Deshalb meine Meinung: Schöne, liebevoll eingerichtete Café-Bar für jede Tageszeit – hingehen!

Adresse & Kartenlink: Bornheimer Straße 57, 53119 Bonn

Testtag: Freitag & Samstag (am Eröffnungswochenende)

Fass: Krombacher (Pils & Weizen), Peters

Flasche: Ale Mania

Besonderheiten: Regelmäßige Live-Events. Montags Marktschwärmer

Internet: Hier geht es zur Facebook-Seite des Café Frida

Das Frida von außen
Das Frida von außen

 

Die Namensgeberin grüßt schon in der Tür
Die Namensgeberin grüßt schon in der Tür

 

Und dieses kleine Highlight konnte ich euch nicht vorenthalten: Der Trinkgeld-Panda!
Und dieses kleine Highlight konnte ich euch nicht vorenthalten: Der Trinkgeld-Panda!

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