Roses/ Zentrum/ Martinsplatz

Es wird Zeit über das Roses zu schreiben, das ihr schon seit mehr als zehn Jahren neben bzw. in der Kaiserpassage im Bonner Zentrum findet. Früher war ich ab und an hier, hatte das Kombi-Lokal aus Restaurant, Bistro und Bar dann aber aus den Augen verloren. Jetzt im Januar 2017 war ich dann zu einem Geburtstagsbrunch wieder im Roses und erinnerte mich, dass man hier abends auch auf einen Drink einkehren kann. Also hab ich direkt noch einen Test mit einer treuen Followerin vereinbart und wir sind an einem Samstagabend zu Cocktails eingekehrt (falls ihr auch mal mit mir testen wollt – klickt hier!).

Das Roses von außen zwischen Kaiserpassage und Martinsplatz - so wie ihr es sicherlich kennt
Das Roses von außen zwischen Kaiserpassage und Martinsplatz – so wie ihr es sicherlich kennt

Die Lage

Das Roses befindet sich zwar in der Kaiserpassage, öffnet seine Fensterfront und seinen Außenbereich jedoch hin zur Münsterkirche. Damit ist das Lokal sehr verkehrsgünstig gelegen und bietet einen schönen Blick auf die Türme des Münsters. Wusstet ihr übrigens, dass dieser kleine Platz an der Stirnseite des Münsters Martinsplatz heißt, benannt nach der ersten Kirche hier, deren Grundriss man an den Steinen im Boden erkennt?

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Innen erwartet euch eine geräumige Mischung aus Bar und Restaurant

Innen und außen

Innen erstreckt sich das Roses über sehr großzügige zwei Etagen und eignet sich deshalb auch für große Gruppen. Umlaufend an den Wänden findet ihr eingelassene Ledersofas, die kleinen Zweierholztische lassen sich schnell zusammenschieben.

Das Lokal ist an sich schon sehr geräumig, verstärkt wird dieser Eindruck durch große Wandspiegel und dadurch, dass die obere Etage wie eine Empore geöffnet den Blick nach unten freigibt.

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Große Spiegel erweitern den Raum, die moderne Portraitgalerie bringt moderne Elemente ein

 

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Die Tische lassen sich schnell verrücken, so ist genug Platz für große Gruppen

Grundsätzlich trägt das Roses Restaurantcharakter – unten mehr zur Karte – aber dieses offene, lederne und mit vielen Lichterketten ausgeleuchtete Ambiente sorgt dafür, dass abends durchaus echtes Bar-Feeling entsteht.

Aufgelockert wird das Innere durch moderne Elemente wie eine Portraitgalerie an mehreren Ecken im Lokal, aber auch durch stimmig eingesetzte asiatische Antikenköpfe. Insgesamt ist die Stimmung innen wirklich gemütlich und verschleiert die Größe des Lokals in angenehmer Weise.

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Ein schöner Blickfang

Für die schönen Monate im Jahr gibt es natürlich einen Außenbereich in der kleinen Senke, die sich vom Martinsplatz abfallend zur Kaiserpassage ergibt. Auch hier ist problemlos Platz für große Gruppen, die wenigen Treppenstufen zur Senke hinab bieten etwas Schutz vor den Passanten und der Straße, dennoch bleibt man mitten im Treiben und blickt auf die wunderschöne Münsterkirche.

Ihr werdet merken: Das Ambiente im Roses hat mich durchaus positiv überrascht und ich war ein wenig verwundert, dass ich die Bar so lange aus den Augen verloren hatte. Allerdings möchte ich auch etwas Wasser in den Wein, äh, Cocktail schütten. Dazu ein Blick auf…

Die Karte

Im Roses werdet ihr fündig, wenn ihr brunchen, speisen oder einfach nur etwas trinken wollt. Ich schreibe wie immer nur über die Getränke, denn We love Pubs ist ein Blog für Drink-Lover und Nachtschwärmer.

Die Getränkekarte im Roses bietet vom Wein, über Cocktails und Longdrinks bis zum Bier die gesamte Angebotspalette. Wir entschieden uns für Cocktails, waren aber weder vom Hauscocktail „Roses“ (eher ein Aperitif) noch vom Gimlet restlos begeistert. Beides ok, keine Frage, aber eher schlicht dargeboten, wenig dekoriert und mit 8,50 Euro Einheitspreis fallen alle Cocktails auch gemessen am Gebotenen teuer aus. Preise sind natürlich relativ, aber wenige Straßen weiter bieten zwei neue Bars für einen Euro mehr wirklich Qualität aus einer anderen Liga. Aber wie gesagt: Schlecht gemacht waren beide Getränke nicht, halt nach meinem persönlichen Empfinden nur ok.

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Ein Gimlet und der Hauscocktail „Roses“

Ich blicke ja immer gerne auf das Bierangebot und auch das ist im Roses genau so, wie man es überall erwartet. In Bierrevolutionszeiten freue ich mich ja immer über etwas mehr Kreativität als „nur“ Gaffel Kölsch, König Pilsener und Weihenstephaner (zusätzlich gibt es drei alkoholfreie Biere).

Ich könnte diese Auflistung fortsetzen, denn auch Gin (Bombay, Gordon, Tanquerray), Whiskey und alles weitere bleiben bei den klassischen und bekannten Marken (Wodka, Gin und Rum kommen zusammen auf sieben Einträge auf der Karte).

Ich weiß, dass viele Gäste mit diesem Angebot zu einhundert Prozent zufrieden sein werden. Ich persönlich begrüße aber ausdifferenzierte Bier-, Gin-, Whiskey- und Rum-Karten mit Produkten aus kleinen Destillen und Brauereien und finde, ins Roses würde das auch sehr gut passen.

Die Weinkarte fällt mit zwei Seiten jedoch deutlich größer aus und vermutlich erkennt man an dieser Ausrichtung, dass das Roses eben doch eher Restaurant als Bar ist – und das ist ja auch ok!

Teilweise sind die Tische eingedeckt: Das Roses ist Restaurant und Bar in einem
Teilweise sind die Tische eingedeckt: Das Roses ist Restaurant und Bar in einem

Ich schaue bei We love Pubs ja selten auf die Speisekarten, das ist einfach nicht die Ausrichtung dieses Blogs. Aber wenn ich einige Sätze dazu schreiben sollte, dann muss ich beim Roses sagen, dass sich die (nicht getestete!) Speisekarte anspruchsvoll liest! Zum schicken Ambiente passt ja auch, dass gut die Hälfte der Tische fertig eingedeckt sind und viele Gäste zum Essen einkehren. Sehr beliebt ist auch der sonntägliche Frühstücksbrunch, an dem das Haus bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Zum Brunch gibt es übrigens ein Am-Tisch-Buffet – es wird also von einer bestimmten Auswahl nachgeliefert, solange man möchte.

Kurz und knapp

Was soll ich abschließend sagen? Das von mir persönlich fast vergessene Roses hat mich durch die stimmungsvoll-schicke Einrichtung durchaus überzeugt. Und auch wenn ich mir auf der Getränkekarte etwas mehr Mut zum Neuen wünschen würde, werde ich bestimmt nicht wieder jahrelang am Roses vorbei gehen.

Deshalb meine Meinung: Eine nette Bar-Alternative im Zentrum, vor allem für große Gruppen und für alle, die Wert auf gute Erreichbarkeit und weniger auf detailverliebte Getränkekarten legen.

Testtage: Sonntag (zum Brunch), Samstag (für Cocktails)

Fass: Gaffel, KöPi, Weihenstephan Hefeweizen

Flasche: Heineken, Weihenstephan Dunkel Kristall

Besonderheiten: Mischung aus Restaurant & Bar

Internet: Hier der Link zur Homepage des Roses

Der Frühstücks-Brunch im Roses
Der Frühstücks-Brunch im Roses

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