Mojito/ Südstadt/ Königstraße

Beim Mojito in der Königstraße – also in bester Südstadtlage – stoßen wir als Kneipenblog einmal mehr an unsere Grenzen: einerseits wollen wir den Begriff Kneipe auch so verstehen, dass wir hier prominente wie unbekannte Ort zum Ausgehen vorstellen, andererseits stellt das Mojito auf gar keinen Fall eine Kneipe dar, sondern eine Cocktailbar. Wir wagen trotzdem einen kurzen Testbericht:

Mojito Bonn Cocktailbar

Wir haben das Mojito an einem Freitag besucht und so wundert es nicht, dass das Haus gut gefüllt war. Allerdings wissen wir von früheren Besuchen, dass dies auch unter der Woche gilt. Dann findet man jedoch auch spontan einen Platz, während wir am Wochenende eine Reservierung empfehlen. Das Publikum hier reicht von Stundenten über junge Absolventen bis zur mittleren Generation – ein Platz für jeden also, mit einem leichten Hauch studentischer Jugend.

Spannend fanden wir die Raumaufteilung im Mojito: hinter einer großen Glasfront in einem auf Höhe des Erdgeschoss unschön verkachelten schönen Gründerzeithaus betritt man zuerst einen eher kleinen Hauptraum. Einige Plätze befinden sich direkt an der großen Fensterfläche und bieten eine schöne Aussicht auf das Straßentreiben. Auch an der Theke kann man sich angenehm niederlassen, aber dann endet das Platzangebot bald. Allerdings führt eine Treppe aufwärts zur Empore, die den Raum in Form eines Hufeisens umschließt. Hier oben fehlen zwar Fenster, aber der Blick über die übrigen Gäste entschädigt. Außerdem frischt diese Aufteilung die Atmosphäre angenehm auf und bietet eine seltene Innenraumgestaltung Bonner Gastroleben.

Diese Form führt jedoch auch zu gewissen Hitzeproblemen: wenn wir in Physik gut aufgepasst haben, dann steigt warme Luft nach oben. Da der Empore jedoch die Fenster fehlen und die Abluftanlage scheinbar überfordert ist, fühlten wir uns auch an einem Herbsttag nur im Hemd der Sauna nahe. Die enge Bestuhlung, der eher kleinen Grundfläche geschuldet, verschärft dieses Gefühl zusätzlich.

Loben würden wir das Bemühen, den Raum in einem südlichen Cocktailflair herzurichten. Aber – genau: bemühen ist ein weitläufiger Begriff: Das Innere des Mojito überzeugt und fordert gleichzeitig heraus: die sehr orangen Wände passen zwar ins Gesamtkonzept, aus unserer Sicht ist die Farbgebung in Kombination mit einigen roten Elementen jedoch etwas grell. Und die Wanddekaration und Bebilderung haben wir als austauschbar erachtet.

Mojito (2)

Kommen wir jedoch zum Kern jeder Gastronomie – den Speisen und Getränken! Essen ist möglich, obgleich von uns nicht getestet, und die Cocktailkarte bietet reichlich Auswahl, obwohl wir hier keine Experten sind und die Qualität nu oberflächlich bewerten können. Uns haben die probierten Cocktails auf jeden Fall geschmeckt. Es gibt natürlich auch Bier, nämlich Mühlen Kölsch und – selten! – Gemünder Pils aus der nahen Eifel (allerdings ist letzteres auch nicht so der Hit…). Bei den Flaschenbieren fanden wir die üblichen Verdächtigen, wobei die von uns sonst kritisierten Desperados und San Miguel in einer Cocktailbar ja vertretbar sind. Dazu gibt es noch Sagres, Heineken und Flensburger sowie Paulaner (Weizen, Dunkel, Kristall).

Deshalb unsere Meinung: Als Cocktail-Fan mal ausprobieren!

Testtag: Freitag

Fass: Mühlen, Gemünder Pils

Flasche: Flensburger, Heineken, Sagres, San Miguel, Desperados, Paulaner

Besonderheiten: Cocktailbar mit Happy-Hour (18.00-20.00 Uhr), Fußball

Internet: www.mojito-bonn.de

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