Café Blau/ Zentrum/ Franziskanerstraße

Das Café Blau – oder kurz das Blau – direkt hinter dem Uni-Hauptgebäude kennen vermutlich alle noch aus ihrer Studentenzeit. Ich weiß gar nicht mehr, zu wie vielen Kaffeepausen zwischen Seminaren und noch mehr Dates ich hier als Student eingekehrt bin. Tatsächlich geht man hier eher zu Kaffee, Frühstück, Brunch oder Mittagspause hin. Aber auch am Abend bietet das Blau einiges – z.B. 13 verschiedene Biersorten, Wein und Cocktails.

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Das Innere des Café Blau scheint seit den 80ern unverändert zu sein und ist vermutlich auch deshalb zu allen Zeiten angesagt. So wirkt es, als ob das ohnehin studentische Publikum noch ein wenig hipper geworden ist – weshalb ich das Blau auch in die Kategorie „Hip bis Hipster“ aufnehme und der Meinung bin, dass es in Bonn viel zu wenige derart gewachsene coole Ausgeh-Locations gibt!

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Getreu dem Namen sind die Wände je halb hell- und dunkelblau gestrichen, Theke wie Beleuchtung kommen old-school im original 70er-Look daher, so auch der überdimensionale Glas-Kronleuchter irgendwo zwischen Bauhaus und Stalin-Barock. Höre ich Kritik, dass das alles ein wenig zu sehr Schwimmbadflair versprüht? Das muss so, immerhin liegt das Blau im Vorraum des alten Viktoriabades. Ich finde, genau darin besteht der Charme des Lokals, keine Atmo von der Stange, sondern ein besonderer Ort.

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Sitzgelegenheiten bieten sich auf zwei großen gerundeten Sofagarnituren sowie auf Plastikstühlen an Holztischen. Letzteres mag banal klingen, passt aber ins Konzept. Das gilt auch für die Plastikblumen hinter der Theke, an der man zwar nicht steht und klönt, die aber dennoch den Raum bereichert. Alles in allem also ein stimmiges Konzept, das heute problemlos jeden Hipster befriedigt, aber gerade nicht gewollt, sondern einfach da ist.

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Sehr abwechslungsreich und in den Preisen studentisch fair kommt auch die Karte daher. Ich betrachte nie Speisekarten (und ja, man kann hier zu allen Tageszeiten essen, sollte aber vielleicht keine Sterneküche erwarten). Hier auf We love Pubs stehen die Getränke im Fokus und die bieten Abwechslung: Dreizehn (in Zahlen: 13!) Biere sind doch schonmal was! Vom Fass Reissdorf und Köpi, aus der Flasche Mühlen, Tannzäpfle, Astra, Astra Rotlicht, Augustiner, Budweiser (Budvar), Heineken, Franziskaner, Corona, Desperados. Von wegen Café! Essen ist wie gesagt möglich und die Preise sind fair – wie es sich für ein Studentenlokal gehört!

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Was soll ich also sagen: Ich mag das Blau, es bringt studentische Entspanntheit in die Ecke hinter der Bonner Uni und gehört einfach fest zum Bonner Inventar. Deshalb hoffe ich auch, dass die Abrisspläne rund um das Viktoriakarree, zu dem das Blau gehört, nicht irgendwann zum Ende dieses tollen Klassikers führen.

Deshalb unsere Meinung: Hingehen! Echte Abend-Alternative, auch schön für ein Date und fast schon zu stylish für Bonn

Testtag: Donnerstag

Fass: Reissdorf, Köpi

Flasche: Mühlen, Tannzäpfle, Astra, Astra Rotlicht, Augustiner, Budweiser (Budvar), Heineken, Franziskaner, Corona, Desperados

Besonderheiten: Tolles Interieur für Liebhaber der 80er! Am Wochenende legt ein DJ auf (getanzt wird allerdings eher nicht)

Internet: www.cafeblaubonn.de 

10 Gedanken zu „Café Blau/ Zentrum/ Franziskanerstraße

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